Freitag, 18. Dezember 2015

~Jalapeño-Cheddar-Muffins~

Es verbleiben uns nur noch wenige Tage bis zum Fest der Liebe.
Mittlerweile hat jeder ettliche Weihnachtsmarktbesuche hinter sich gebracht, zu viele Süßigkeiten und Plätzchen genossen, den ein oder anderen Glüchwein getrunken und schöne Abende auf Weihnachtsfeiern verbracht. Der Dezember vergeht einfach immer wie im Fluge. Obwohl ich auch etwas von meiner Zeit in der "Weihnachtsbäckerei" verbracht habe, bringe ich auch heute für euch kein Plätzchen-Rezept mit :)
Stattdessen habe ich eine sehr interessante Kreation aus der Gruppe der pikanten Muffins für euch dabei. In letzter Zeit esse ich unheimlich gerne Cheddar. Cheddar hat so eine fabelhafte Würze und unvergleichbare Schmelzeigenschaften. Sobald geschmolzener Cheddar auf einer Speise zu sehen ist, läuft mir sofort das Wasser im Mund zusammen und ich weiß, dass es ein Genuss wird. Seht ihr das auch so? Oder habt ihr andere Käse-Favoriten? Es gibt ja so unermesslich viele leckere Käsesorten :)
hmm... köstlicher Cheddar... aber nun genug geschwärmt. Für euch mitgebracht habe ich: Pikante Muffins mit Jalapeño, Cheddar, etwas Parmesan und Polenta. Ganz und gar nicht weihnachtlich, nicht wahr? :)
Diese Idee ist eine leichte Abwandlung von einem amerikanischem Rezept, welches ich vor kurzem in die Finger bekommen habe. Daher sind die Angaben in "Tassen" angegeben. Die Tasse sollte mittelgroß sein und wichtig ist es, dass man die gleiche Tassengröße für alle Abmessungen verwendet.

Zutaten für ca. 15 Stück:
* 1 Tasse Mehl 
* 1 Tasse Polenta
* 2 große Jalapeños
* 1 Tasse geriebener Cheddar
* 1/2 Tasse geriebener Parmesan
* 1 EL Backpulver
* 2 EL Honig 
* 1 Tasse Buttermilch
* 2 Eier
* 125g zerlassene Butter (abgekühlt)
* Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Zunächst das Mehl gemeinsam mit der Polenta und dem Backpulver in eine große Schüssel geben. In einer zweite Schüssel die Buttermilch gemeinsam mit den Eiern, dem Honig und der zerlassen Butter mit einem Schneebesen zerquirlen. 
Den Backofen zwischenzeitlich auf 180°C Ober- & Unterhitze vorheizen.
Nun die flüssige Mischung langsam der Mehl-Mischung beigeben und mit einem Rührlöffel vorsichtig unterheben. Ist alles zu einer homogenen Masse verbunden, können die Käsesorten untergehoben werden. Die Jalapeños in feine Ringe schneiden und ebenfalls unter den Teig heben. Mit Salz und Pfeffer die Masse gut abschmecken. Die Muffinform gegebenfalls fetten und anschließend den Teig in die Muffinförmchen portionieren. Im vorgeheizten Backofen für etwa 15 Minuten goldgelb backen.
Während des Backvorganges verbreitet sich bereits ein köstlicher Duft von zart schmelzendem Cheddar in der Küche. Auch der Anteil an Polenta bringt sich spielend ein und umhüllt den Cheddarduft mit einer leichten Maisnote.
Die Jalapeños bringen eine angenehme Schärfe in die Muffins. Ein sehr schöner Kontrast zu den beiden Käsesorten. Die muffins schmecken naturbelassen sehr gut, aber auch eine Sour Cream würde sich hervorragend als Dip eignen. Als Fingerfood sind die Muffins ein schöner Snack auf jeder Party und machen zwischen einem Buffet eine imposante Figur.
Noch einmal zurück zur Weihnachtszeit: Morgen geht es für uns wieder auf einen Besuch eines Weihnachtsmarktes. Leckerer Glühwein oder Feuerzangenbowle, an der man sich wärmt und überall die süßlichen Weihnachtsdüfte in der Luft. 
Mein letzter Arbeitstag für dieses Jahr ist nun auch vorüber. Ich werde die letzten Tage vor dem Fest noch in vollen Zügen genießen und freue mich dieses Jahr erstmalig mit meinen Eltern in München gemeinsam das Fest der Liebe feiern zu können. Außerdem geht es in wenigen Tagen ab in den Urlaub :)  

Dienstag, 15. Dezember 2015

~ ein russischer Klassiker: Borschtsch (vegetarisch)~

ich kann ja gar nicht genug erwähnen, dass es zu Hause immer ein Süppchen gab, sobald es draußen kalt wurde. 
Meine Mama kennt so unheimlich viele unterschiedliche Suppen, die könnte ich spontan alle gar nicht aufzählen. Meine Mama ist eine fabelhafte Köchin und hat mir glücklicherweise all ihr Wissen weiter gegeben :)
Es gab bei uns eben auch viele Suppen, deren Rezeptur aus dem Großraum der ehemaligen Sowjetunion entstammt. Dazu gehört auch der allseits bekannte "russische Klassiker": Borschtsch.
Mit dieser Suppe verbinde ich unheimlich viele Kindheitserinnerungen. Denn dieses Süppchen gab es irgendwie immer und überall. Zu Hause, bei den Großeltern, zu Besuch bei anderen Verwandten und auch zu Besuch bei den Freunden von meinen Eltern. Als Kind konnte ich dann irgendwann Borschtsch nicht mehr sehen. Abgesehen davon, dass man als Kind auch noch nicht der größte Kohl-Fan war :)
Zwischenzeitlich hat sich das aber komplett geändert. Inzwischen bewahre ich mir diese wundervollen Kindheitserinnerungen und diese sind mir sehr wichtig. Mit jedem Bissen eines Gerichtes, welches ich aus Kindertagen kenne, erinnere ich mich an die schöne Zeit damals zurück. So ist es auch heute mit Borschtsch. Einst zu oft gegessen und nicht so richtig gemocht, ist es heute eines meiner Lieblingssüppchen. Besonders, wenn meine Mama die Suppe kocht und am besten die ganze Familie sich wieder im Elternhaus einfindet.
Am Wochenende hat es mich sehr gefroren und ich wollte mich mit einem Süppchen wärmen. Dabei überrannten mich sofort Gelüste nach Mamas Borschtsch. Ursprünglich wird dafür eine Rinderbrühe mit Rindfleischeinlage gekocht. Ich hatte allerdings nichts entsprechendes im Haushalt, aber ich dachte mir, eine fleischlose Variante dürfte doch auch sehr köstlich sein. Das Ergebnis hat mich gleich begeistert, denn meine Version schmeckt nicht nur hervorragend, sie spart auch Zeit und ist zudem auch noch vegetarisch.
Ich habe mir extra schönes Saisongemüse für dieses Gericht ausgesucht. Es ist ideal bei kaltem Wetter im Winter, um sich zu Hause wieder schnell aufzuwärmen :)

Zutaten (4-6 Personen):
* 3 mittelgroße Zwiebeln
* 2 mittelgroße Möhren
*3 mittelgroße Kartoffel
* 1 große rote Bete
* 1 große Petersilienwurzel
* 10 Blätter Weißkohl
* 2 große Tomaten
* 1 EL Tomatenmark
* 75g Butter
* 1,5L Gemüsebrühe
* 2 Lorbeerblätter
* 1 EL Zucker
* 1 EL Essig
* saure Sahne
* 1 Bund Petersilie
* Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Zwiebeln, Kartoffeln und die Petersilienwurzel schälen und klein schneiden. Die Blätter vom Kohl vorsichtig abrupfen, waschen, trocken tupfen und ebenso fein hacken. 50g Butter in einem großen Topf schmelzen lassen. Das Gemüse hinein geben und für 5-10 Minuten andünsten lassen.
In der Zwischenzeit die rote Bete und die Möhren schälen und fein raspeln. Die Tomaten kreuzweise einschneiden, mit heißem Wasser überbrühen, häuten und würfeln. Die Gemüsebrühe in den Topf gießen und den Topfinhalt zum kochen bringen.
In einer Pfanne die restliche Butter schmelzen lassen und die geraspelte Möhre und rote Bete darin kräftig anbraten. Das Tomatenmark hineingeben und kurz mit anschwitzen lassen. Anschließend den das geraspelte Gemüse gemeinsam mit den gehackten Tomaten zur Suppe in den großen Kochtopf geben.
Die Suppe für etwa 20 Minuten köcheln lassen, mit den Gewürzen abschmecken. Die Petersilie abbrausen, trocken tupfen und fein hacken. Einen Teil davon zur Suppe geben, einen Teil zur Dekoration aufbewahren. Die Lorbeerblätter vor dem Servieren aus der Suppe entfernen.
Die Suppe mit einigen klecksen saure Sahne und der Petersilie gemeinsam servieren. Ein wenig frisch gemahlenen Pfeffer darüber mahlen.
Ich esse dazu gerne noch Adschika (Аджика). Das ist eine süsslich-scharfe-Soße, die man als Dip bei russischen Speisen benutzen kann, aber meistens in die Suppe einrührt. Basis sind Paprika, Tomaten, Knoblauch und Chilishote. Früher hat es immer unsere Oma gläserweise für uns zubereitet. Das letzte mal habe ich von meiner Mama ein Glas bekommen, jedoch hat sie es durch Zugabe von Pflaumen abgewandelt. Sehr köstlich kann ich euch nur sagen! Dazu werde ich aber in Kürze das Rezept einholen und  einen eigenen Beitrag schreiben :)
ich muss gestehen, dass ein originaler Borschtsch ein klein wenig besser schmeckt, aber diese Variante kann wunderbar mithalten. Die originale Version muss ich aber demnächst einer ganz besonderen Person zubereiten. Hoffentlich gelingt mir das auch genauso gut, wie von meiner Mama.
Dieses Rezept möchte ich an dieser Stelle meiner einzigartigen Mama widmen. Sie hat mir genau das alles beigebracht, was ich euch hier immer präsentiere und dafür bin ich unendlich dankbar. Ich habe einfach die Beste Mama der Welt :)

Donnerstag, 10. Dezember 2015

~Fusilloni al ragù di carne e ceci~

Ich habe ja bereits erwähnt: Ich liebe Pasta! :)
Beim Italiener gibt es für mich grundsätzlich nur Pasta und zwar die hausgemachte. Bei der Soße hingegen bin ich sehr flexibel und spontan. Ich liebe die Klassiker wie Carbonara, Arrabiata, aber auch pfiffige Soßen wie Hummersoße oder einem Kalbsragout. Egal, ob die Soße vegetarisch ist oder obendrein eine Fleischeinlage beinhaltet. Mit am wichtigsten für mich ist, ein guter frisch geriebener Parmesan (oder gerne auch  ein Pecorino) über der Pasta.
Auf Dauer können diese "Pasta-Klassiker" aber auch ein wenig eintönig werden. Aus diesem Grund habe ich es mir als Ziel gesetzt, diese Klassiker etwas aufzupeppen und dadurch frischen Wind in die Gerichte zu bringen. Stück für Stück möchte ich euch nun meine neu interpretierten Klassiker hier präsentieren. Ich bin bereits sehr auf eure Meinungen und Anregungen dazu gespannt. Vielleicht habt ihr auch schon irgendwelche tollen Ideen? :)
Ich habe mir als erstes den allseits beliebten Klassiker aus den Kindertagen vorgenommen: Pasta alla Bolognese. Kennt jeder, hat jeder als Kind unheimlich gerne gegessen, aber zumindest bei mir kommt es heutzutage eher selten auf den Tisch. Wie sieht es da bei euch zu Hause aus? Oder bestellt ihr eventuell auch gerne beim Italiener dieses Gericht? Wie sind eure Erfahrungen da? Ich habe mich schon ein oder zweimal beim Italiener an eine Bolognese gewagt. Leider bin ich da bisher nur enttäuscht worden und bereite mir diese Soße lieber selbst zu Hause zu und wähle überzeugendere Gerichte im Restaurant :)
Ich habe nicht lange überlegen müssen, wie ich diesem Klassiker eine besondere Note verleihen kann. Ich wusste sofort: Zum Hackfleisch müssen sich Kichererbsen gesellen. Doch Basilikum und Kichererbsen? Geht natürlich auch, aber ein würzig-aromatischer Salbei bringt noch ein Stückchen mehr Leben in das Gericht.

Zutaten (2 Personen):
* 250g Rinderhackfleisch
* 1 Möhre
* 200g eingeweichte Kichererbsen (ersatzweise 1 Dose)
* 1 große Zwiebel
* 3 Knoblauchzehen
* 200g Fusilloni (oder Pasta nach Wahl)
* 250ml Rotwein
* 2 EL Tomatenmark
* 400ml passierte Tomaten
* 10 Kirschtomaten
*3 EL Olivenöl
* 1/2 TL Chilipulver
* 1 TL Kreuzkümmel
* 1 TL Zucker
* Salz und Pfeffer
* 1/2 Bund Salbei
*80g frisch geriebener Parmesan

Zubereitung:
Die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und fein hacken. 2 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und beides darin glasig dünsten. Die Möhre schälen, in feine Würfel schneiden und ebenso in den Topf geben. Bei mittlerer Temperatur etwa 5 Minuten garen. Nun das Hackfleisch hinzugeben und kräftig mit braten. Sobald die Flüssigkeit aus dem Fleisch getreten wie auch verkocht ist, mit Salz, Peffer und Kreuzkümmel würzen. Die Kichererbsen nun hinzugeben. Das Tomatenmark einrühren und für etwa 3 Minuten kräftig bräunen lassen. Mit dem Rotwein anschließend ablöschen und auf etwa die Hälfte des Weines reduzieren lassen.
Nun können die Nudeln nach Packungsanweisung al dente gekocht werden.
Die passierten Tomaten gemeinsam mit den Kirschtomaten zur Soße geben und aufkochen lassen. Zwischenzeitlich den Salbei (bis auf 6 Blätter) waschen und grob hacken. Gemeinsam mit den restlichen Gewürzen zur Soße geben. Die Soße für etwa 10 Minuten sanft köcheln lassen. In einer kleinen Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen, die Salbeiblätter darin scharf anbraten. Wenn die Blätter kross werden, aus der Pfanne nehmen und auf einem Küchenkrepp vorsichtig austropfen lassen. Die Nudeln mit der Soße anrichten. Etwas frisch geriebenen Parmesan darüber streuen und mit den frittierten Salbeiblättern dekorieren.
Die Kichererbsen geben diese leichte nussige Note, der Rotwein hat sein Bukett in der Soße entfaltet. Salbei gibt dieser Bolognese eine sagenhafte Note. Eigentlich wollte ich ursprünglich Thymian nehmen. Da ich aber bei diesem Gericht einen Gast hatte, der Salbei sehr mag, wurde es schließlich dieses wunderbar aromatische Kraut. Genau die richtige Entscheidung :)
Diese Variante benötigt von der Zubereitung kaum mehr Zeit, als der Klassiker, hat geschmacklich aber einiges zu bieten und müsst ihr unbedingt zu Hause auch mal probieren. 
Mir fallen jetzt schon zahlreiche Ideen für neue Interpretationen von Pasta-Klassikern ein. Lasst euch überraschen, was ich euch das nächste mal mitbringen werde.




Montag, 7. Dezember 2015

~Reisnudeln mit Rindfleisch, Gemüse, Chili und Ingwer~

Meine letzte Woche war eine sehr ereignisreiche Woche. 
Da bin selbst ich nicht einmal wirklich zum Kochen gekommen, obwohl ich darauf immer sehr viel Wert lege und mir für gewöhnlich dafür auch gerne Zeit nehme. Aber in der Weihnachtszeit ist es schwierig. Jeder möchte einen gemeinsamen Besuch auf einen der unzähligen Weihnachtsmärkten. Ihr kennt das sicherlich auch, oder?
Für uns ging es dann am Samstag zum Weihnachtsmarkt in Bad Tölz. Während der Hinfahrt war ich mir noch unsicher, ob wir eine gute Wahl getroffen haben. Doch als wir dort waren, war ich vollkommen überwältigt. Diese kleine Stadt in Bayern, hat einen der schönsten Weihnachtsmärkte zu bieten. Kleine aneinander gereihte Hütten, leckerer Glühwein und andere Heißgetränke. Einige Hinterhöfe hatten wunderschöne Weihnachtsstadl eingerichtet. Dort habe ich zum ersten mal einen Glühwein Rosé probieren können.... und ich war begeistert. Hat den jemand auch schon probiert?
Natürlich schlemmt man auch bei jedem Besuch etwas von den herrlichen duftenden Sachen, die im Angebot des Weihnachtsmarktes sind. Leider sind es selten gesunde Leckereien. Drum musste ich zwischen dem "Weihnachts-Fast-Food" unbedingt wieder etwas gesundes und selbst gekochtes einbauen. Ich Vorfreude auf den demnächst anstehenden Urlaub, habe ich mich auch aus diesem Grund für eine asiatische Gaumenfreude entschieden.
Dieses Gericht ist eine herrliche Kombination aus den besten Aromen Asiens: Scharfe Chili und Ingwer gesellen gemeinsam sich mit feinem Zitronengras zu einer milden Kokossoße. Zugleich begleiten zartes Rindfleisch und knackiges Gemüse die köstlichen Reisnudeln in diesen kulinarischen Hochgenuss :)
Alleine darüber zu schreiben, lässt gleich all die Aromen wieder in mein Näschen auferleben :)

Zutaten 2 Personen:
* 300g Rinderfilet
* 200g Reisnudeln
* 1 Dose Kokosmilch
* 1 kleine Paprika
* 2 kleine Pak Choi
* 1 Zwiebel
* 3 Knoblauchzehen
* 1 Stange Zitronengras
* 1 daumengroßes Stück Ingwer
* 1 rote Chilischote
* 1 Bund Koriander
* 200ml Gemüsebrühe
* 1 Kaffirlimettenblatt
* 1 TL Kreuzkümmel
* 1 TL Kurkuma
* 1 TL Koriander, gemahlen
* 1 EL Fischsoße
* 2 EL Kokosöl
* Salz und Peffer

Zubereitung:
Das Rindfleisch wie auch die Paprika abbrausen, trocken tupfen und klein schneiden. Zwiebel und die Knoblauchzehen abziehen und feinhacken. In einem Wok 1 EL Kokosöl erhitzen und das Rindfleisch darin scharf anbraten. Nach etwa 3 Minuten die Paprika hinzugeben und beides für etwa 5 Minuten kräftig weiter braten. Mit Salz und Peffer würzen, aus dem Wok nehmen und vorerst beiseite stellen. 
Nun 1 weiteren EL Kokosöl darin erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin bei mittlerer Temperatur glasig dünsten. Die Chilischote zwischenzeitlich in Ringe schneiden und zur Zwiebel-Knoblauch Mischung hinzugeben. Ingwer schälen, reiben sowie ebenso zur Mischung geben. Die Stange Zitronengras aufbrechen und gemeinsam mit dem Kaffirlimettenblat wie auch den Gewürzen in den Wok geben. Alles kräftig umrühren und kurz anschitzen lassen. Mit Gemüsebrühe und der Kokosmilch ablöschen. Die Soße aufkochen lassen.
Den Pak Choi in Streifen schneiden und gemeinsam mit dem Fleisch und der Paprika in die Soße geben. Die Soße mit Salz, Pfeffer und der Fischsoße abschmecken. Für ungefähr 10 Minuten sanft vor sich hin köcheln lassen. Zwischenzeitlich die Reisnudeln nach Packungsanweisung gar kochen.
Koriander waschen, fein hacken und teilweise in die Soße geben, einen Teil zur Dekoration aufbewahren. 
Nur noch Zitronengras sowie das Kaffirlimettenblatt aus der Soße nehmen. 
Die Soße gemeinsam mit den Nudeln und frischem Koriander servieren. Guten Appetit!
Ich liebe ja die Kombination aus Koriander, Kokosmilch und Schärfe, egal ob in Form von Ingwer oder viel intensiver durch eine Chilischote. Ich persönlich verwende auch immer die Kerne der Chilischote. Aber nicht jeder Mensch isst gerne scharf, somit bitte beim Kochen für Gäste immer vorsichtig sein :)
Nach den ganzen süßen und auch sehr mastigen Gerüchen auf den Weihnachtsmärkten, waren die asiatischen Aromen in der Luft eine richtige Wohltat. Ich mag die Vorweihnachtszeit, aber irgendwann wird es mir einfach zu viel mit unserer Weihnachtsmarkt-Schlemmerei. Wie ist es bei euch? Habt ihr schon genug von Weihnachtsmärkten, oder geht es gerade erst richtig los?
Falls ihr die Möglichkeit habt, dann fahrt mal nach Bad Tölz zum Weihnachtsmarkt. Gegen Abend spielt dort auch eine Blaskapelle herrlich schöne Weihnachtslieder, die teilweise von den Besuchern besungen werden. Ich kann diesen Weihnachtsmarkt nur empfehlen! Und falls ihr gerne auch etwas weiter reisen möchtet, dann schaut euch Straßburg zur Weihnachtszeit an. Mein absoluter Favorit :)
Am Sonntag wurde mir eine ganz tolle Überraschung gemacht und ich durfte an einem großartigem Backkurs teilnehmen, indem ich in die Basics und dem Umgang mit Fondant schnuppern durfte. Aber darüber verrate ich beim nächsten Kucheneintrag mehr :)
Ich wünsche euch einen wunderbaren Start in die neue Woche! Bleibt gesund und genießt die besinnliche Vorweihnachtszeit mit euren Familien, Partnern und Freunden.


Montag, 30. November 2015

~Ragout aus 1001 Nacht~

Der Traum von Aladdin, Jasmin und den arabischen Nächten wie aus 1001 Nacht.
Wer hat als Kind nicht davon geträumt, als gerade Disney's Aladdin im Fernseher lief? Ein fliegender Teppich, ein Flaschengeist, Ali Baba und seine Räuber...
Heutzutage bedeutet der Orient für mich vor allem eines: traumhaft gutes Essen und unglaubliche Gewürze :)
Ich liebe Gewürze! Ich könnte den ganzen Tag auf Gewürzmärkten verbringen und dort stöbern wie auch einkaufen. Besonders im arabischen Raum, wo die Gewürze einerseits ein unheimlich intensives Aroma haben, andererseits so majestätisch präsentiert werden. Habt ihr schon mal diese "Gewürztürme" gesehen? Das ist so faszinierend und man fragt sich gleich: Wie geht das? Wie bekommen sie das so perfekt hin? ich war von diesem Anblick total begeistert. Hinzu die Düfte in der Luft von all den wertvollen Aromen.
Meine Liebe zu dieser beeindruckenden Gewürzwelt begann während eines Urlaubes in Marrakesch. Inspiriert von der Erinnerung an die Momente, in denen ich durch die Souks der Stadt schlenderte, vor kleinen verwinkelten Gassen stand, die vollständige Orientierung in der Medina verlor und dann doch wieder irgendwie am imposanten Djemaa el Fna herauskam, habe ich euch ein sagenhaftes Hühnchen-Ragout mitgebracht:
So viele fantastische Aromen aus der orientalischen Welt werden hier gemeinsam kombiniert und bringen den Zauber aus 1001 Nacht in dieses Ragout :)

Zutaten (2 Personen):
* 300g Hähnchenbrustfilet
* 2 hartgekochte Eier
* 1 Zwiebel
* 3 Knoblauchzehen
* 100g geschälte ganze Mandeln
* 1 Chilischote
* 100ml trockener Weißwein
* 250 ml Geflügelbrühe
* 1 TL Kurkuma
* 1 TL Ras-el-Hanout
* 1/2 TL Safranfäden
* 2 EL Öl
* 1 Bund Koriander
* 200g Basmatireis
* 50g Berberitzen
* 1 Limette
* Salz und Pfeffer
Zubereitung:
Die Hähnchenbrustfilets abbrausen, trocken tupfen und in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch abziehen, fein hacken. Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel, Knoblauch und Mandeln darin glasig dünsten. Das Fleisch mit hinzugeben und das Ganze etwa 5 Minuten scharf anbraten. Die Chilischote in Ringe schneiden und zum Fleisch geben. Die Gewürze darüberstreuen (einschließlich Salz und Pfeffer nach Geschmack) und kurzzeitig mit braten. Anschließend mit dem Weißwein ablöschen.
Zwischenzeitlich den Reis nach Packungsanweisung gar kochen. Wer mag gibt eine Prise Kurkuma hinzu, dadurch erhält der Reis eine wundervolle gelbliche Farbe und ein zart orientalisches Aroma.
Sobald der Wein auf etwa die Hälfte der ursprünglichen Menge eingekocht ist, die Geflügelbrühe hinzu schütten. Das Ragout für etwa 10-15 sanft und leise vor sich hin köcheln lassen.
Die Berberitzen unter den fertigen Reis mischen und mit der Schale sowie dem Saft der Limette abschmecken. Ein wenig Koriander klein hacken und ebenfalls unter die Reis-Mischung geben. Eier schälen und in Achtel schneiden. Den fertigen Reis gemeinsam mit dem Ragout und den Eiern servieren. Mit Koriander bestreuen.
Die Farben des Orient spiegeln sich nicht nur im Aussehen wieder, auch im Geschmack entfalten sich die herrlich duftenden Gewürze vollkommen. Das Ei und Koriander sind schöne Gegenspieler für die Aromen und runden das kulinarische Ragout perfekt ab.
Dieses Ragout ist meine Version von 1001 Nacht, dem Traum von einem fliegenden Teppich, einer Wunderlampe mit Flaschengeist, Ali Baba und seinen Räubern, traumhafte Paläste und orangefarbene Sonnenuntergänge über den einfachen Lehmhütten der Stadt. Lediglich Moscheen und Paläste schmücken das Panorama. 
Mit dieser Köstlichkeit beginnt ihr automatisch mit jedem einzelnen Bissen euer eigenes Märchen aus 1001 Nacht zu träumen. Somit:
Packt euer Messer und Schwert, dort hat Mut seinen Wert, es ist schwer, doch das wär gelacht.
Traut euch nur, kommt vorbei, geht zum Teppichverleih, und flieg hin zur arabischen Nacht!
Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und genießen :)



Freitag, 27. November 2015

~italienische Gemüsesuppe mit Nudeln~

Ja, ich liebe Suppen und das habe ich euch schon zu genüge erzählt. 
Die tollen Suppen, die meine Mama im Winter immer für uns zubereitet hat, damit wir uns schnell wieder aufwärmen können nach der eisigen Kälte, die draußen herrscht. Nun kommt der Winter langsam auch im Jahr 2015 an. Hinzukommend steht der erste Advent bereits vor der Tür.
Nur leider bin ich der reinste Sommer Mensch und mag den Winter nur an Weihnachten, Silvester und im Ski-Urlaub. Am liebsten würde ich, wie manche Tiere es können, einfach einen Winterschlaf machen, aufwachen und dann ist der Frühling wieder da. Wäre das nicht schön?
Leider funktioniert dies in der Realitiät nicht so ganz. Darum überstehe ich den Winter mit köstlichen und vor allem wärmenden Suppen :)
Das funktioniert zum Glück auch hervorragend bei mir. Zudem gibt es ganz viel Tee bei mir, zu Hause auf der Couch eine Wärmflasche und unterwegs bei Gelegenheit einen Glühwein auf einem der unzähligen Weihnachtsmärkte in München. Was sind eure Mittel gegen die Kälte im Winter?
Und ich mag fast alle Suppen. Mit Kartoffeln, mit Nudeln, mit Reis, mit Fleisch, mit Fisch,mit Gemüse, püriert, scharf, ... und was es noch alles so gibt. Meine Lieblingssuppe ist eine russische Suppe. Eine kalte Suppe, die im Sommer gegessen wird. Aber die stelle ich euch dann im Sommer noch vor :)

Zutaten (4 Personen):
* 1 Zwiebel
* 2 Knoblauchzehen
* 2 große Rispentomaten
* 150g Nudeln
* 1 mittelgroße Zucchini
* 150g eingeweichte weiße Bohnen
* 150g Princessbohnen
* 1 Rinde vom Parmesan
* 1L Gemüsebrühe
* 2 Zweige Rosmarin
* 1 Hand voll Basilikumblätter
* 1 Hand voll geriebenen Parmesan
* 1 EL Balsamico
* 1 EL Olivenöl
* Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Die Tomaten kreuzweise einschlitzen, mit heißem Wasser überbrühen und anschließend häuten sowie in Würfel schneiden. Die grünen Bohnen von ihren Enden befreien und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Nadeln der Rosmarinzweige ablösen und klein hacken. 
In einem Topf das Olivenöl erhitzen und Zwiebeln wie auch Knoblauch darin anrösten. Die grünen Bohnen hinzugeben und kurz mit anschwitzen. Die Tomatenwürfel samt Saft und Rosamrinnadeln in den Topf geben und für weitere 5 Minuten anbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen.
Die Nudeln und die Parmesanrinde hinzugeben und den Topfinhalt aufkochen lassen. Bei mittleren Temperaturen unter gelegentlichem Umrühren weiter köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Zuchini längs halbieren und in Scheiben schneiden. Sobald die Nudeln bissfest sind, können Zucchini und die weißen Bohnen in die Suppe gegeben werden. Für weitere 5 Minuten köcheln lassen und mit Salz, Pfeffer und Balsamico abschmecken.
Für den Parmesantaler etwas geriebenen Parmesan auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und für ca. 5 Minuten im vorgeheizten Ofen auf höchster Stufe schmelzen lassen. anschließend kurz abkühlen lassen.
Die Suppe gemeinsam mit dem Parmesantaler und frischem Basilikum servieren.
Die Suppe kommt einer Minestrone sehr nahe. Die Brühe hat durch die Tomaten und dem Rosmarin eine fabelhafte italienische Note. Zudem gibt die Rinde des Parmesan sehr viel Aroma ab. Wer mag kann natürlich auch noch frischen Parmesan vor dem Servieren über die Suppe streuen.
Ich halte derzeit Ausschau nach Weihnachtsgeschenken und auch Geschenkideen. Im Internet findet man da ja so einige Inspiration. Vor allem entdeckt man oft neue Online-Shops, in denen man seine eigenen Weihnachtsgeschenke am liebsten gleich selbst einkaufen möchte :)
Ich habe einen Shop gefunden, in dem jeder Koch- & Backliebhaber garantiert etwas für sich findet und den möchte ich euch gerne vorstellen: Hagen Grote. Das Sortiment ist sehr vielfältig und bietet von Küchenutensilien, über Tischdekoration hin zu Delikatessen alles, was das Herz des Hobbykoches begehrt. Ich bin begeistert - schaut doch mal rein?
Habt ihr schon schöne Geschenkideen? Oder Wünsche für eure Geschenke? Manchmal führt ein Austausch der eigenen Wünsche in einem Gespräch zu einer entscheidenden Eingebung. Wie nehmt ihr euch Inspiration für eure Ideen? 
Genießt die Vorweihnachtszeit und wärmt euch mit Suppen immer fleißig auf. In der Not hilft ein Glühwein bei einem gemeinsamen Weihnachtsmarktbesuch mit Freunden oder Familie. Mein Wort zum Freitag - ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und vor allem einen gemütlichen 1.Advend :)
Mit freundlicher Unterstützung von Hagen Grote

Montag, 23. November 2015

~Duett vom Flammkuchen~

Spätestens seit meinem ersten Besuch im wunderschönen Elsaß, bin ich total verrückt nach Flammkuchen. Flammkuchen und ein guter Wein dazu :)
Der Flammkuchen Elsäßer Art ist natürlich mein absoluter Favorit. Besonders der dünne Boden macht den besonderen Genuss aus und der Belag kommt dadurch vollständig zur Geltung.
Ich liebe aber auch jegliche Variationen von Flammkuchen. Da sind der Fantasie auch wenig Grenzen gesetzt. Neben dem Klassiker ist derzeit auch die Kürbis-Variante ein richtiger Trend geworden. Gemeinsam mit einer Freundin begaben wir uns ans Flammkuchen backen. Diesen "Kürbis-Trend" haben wir ein wenig abgewandelt und dafür einen Boden aus Dinkelmehl hergestellt. Der zweite Flammkuchen haben wir mit einem normalen Teig gebacken. Als Belag habe ich mir folgende Zutaten zusammengesucht: Birne, Camembert, Wildsalami mit einem kleinen Topping aus Preiselbeeren.
Zutaten:
Kürbis-Variante:
* 250g Dinkelmehl
* 200ml lauwarmes Wasser
* 20g Hefe
* 1 EL Olivenöl
* 1 Prise Salz
* 200g Kürbis
* 200g Feta
* 1 Zwiebel
* 1 Becher saure Sahne
* Salz und Pfeffer
                                                                                
Birnen-Variante:
* 200g Weizenmehl
* 200ml lauwarmes Wasser
* 20g Hefe
* 1 EL Olivenöl
* 1 Prise Salz
* 1 essreife Birne
* 200g Ziegen-Camembert
* 100g Wildsalami
* 1 Becher Saure Sahne
* Salz und Pfeffer
* 2 EL Preiselbeeren (Glas)

Zubereitung:
Der Teig wird bei beiden Flammkuchen identisch gemacht, nur mit entsprechender Mehlsorte. 
Die  Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde in die Mitte drücken. Die aufgelöste Hefe in die Mulde geben und vorsichtig mit dem Mehl vermengen. Das Salz und das Olivenöl hinzugeben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort für 30 Minuten gehen lassen.
In der Zwischenzeit können die Zutaten klein geschnitten werden. Hierfür den Kürbis und die Zwiebel schälen und in kleine Spalten schneiden. Auch den Ziegen-Camembert in Scheiben schneiden. Die Saure Sahne mit 1 EL Leitungswasser cremig rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Ist der Teig aufgegangen, kann der Backofen auf 190 °C (Ober- & Unterhitze) vorgeheizt werden. Den Teig ausrollen und bei Bedarf einen kleinen Rand formen. Die saure Sahne darauf streichen und nun den Flammkuchen belegen. Für Die Kürbis-Variante: Zwiebel und Kürbis verteilen und den Feta großzügig darüber krümeln. Für die Birnen-Variante: Die Birne schälen, entkernen und in Scheiben schneiden. Gemeinsam mit der Salami und dem Ziegen-Camembert den Flammkuchen belegen. 
Im vorgeheizten Backofen für etwa 15 Minuten goldgelb backen. Den Birnen-Flammkuchen mit Preiselbeeren beträufeln und einfach himmlisch genießen :)
Sehen diese beide Varianten nicht köstlich aus? Sie machen dem Klassiker, dem Flammkuchen Elsäßer Art, eine ziemlich große Konkurrenz. Erinnert ihr euch noch? Ich habe euch ja bereits eine herbstliche Variante eines Flammkuchens vorgestellt -> klick Der Flammkuchen war auch total köstlich :)
Der Birnen-Flammkuchen ist nun meine winterliche Interpretation. Die Würze der Wildsalami wird hervorragend von dem milden Ziegen-Camembert aufgefangen und durch die Süße von Birne und Preiselbeere abgerundet. 
Wir hatten zuerst die Befürchtung, dass der Dinkelteig uns nicht gelingen wird. Aber im Großen und Ganzen waren wir zufrieden. Kürbis und Feta sind ein ganz tolles eingespieltes Team und funktionieren überall einfach fabelhaft. Wer mag, kann auch gerne etwas Rucola darüber streuen. Das schmeckt auch ganz vorzüglich.
Habt ihr auch schöne Ideen für einen Flammkuchen Belag? Ich lasse mich gerne von euren Ideen inspirieren und den nächsten Flammkuchen backe ich mit euren Wünschen und Ideen. 
Seid ihr alle gut in die neue Woche gestartet? Langsam nähern wir uns der Weihnachtsmarktzeit. Bei uns fiel am Wochenende der erste Schnee. Da ist so ein ofenfrischer Flammkuchen genau das Richtige zum Aufwärmen :)

Freitag, 20. November 2015

~Apfel-Zimt-Rosen~

Ich persönlich bin ja eigentlich nicht so eine Naschkatze. 
Ganz selten überfallen mich Gelüste nach etwas Süßem. Jedoch wenn es auf der Arbeit stressig wird, passiert es auch bei mir gelegentlich, dass ich verzweifelt nach Nervenfutter suche. Zum Glück weiß ich genau, welche Kollegen etwas Süßes in der Schublade aufbewahren und auch gerne teilen. Zudem gibt es hier so häufig Kuchen bedingt durch die Geburtstage der Kollegen. Aber davon habe ich euch ja bereits erzählt.
Dabei gibt es so unheimlich viele leckere Sünden: Tiramisu, Schoko-Lava-Kuchen, Mousse au Chocolat, Crème brûlée, ... soll ich noch mehr aufzählen? Was sind eure Lieblingssünden? Also ich kann ganz selten einem guten Tiramisu widerstehen. Aber psssst! :)
Die Weihnachtszeit steht schon wieder vor der Tür. Ich backe sehr gerne Plätzchen und alles andere an Weihnachtsgebäck. Ich mag unhemlich gerne den Duft von all den Weihnachtsgewürzen in der Luft und mein absoluter Favorit unter den Gewürzen ist Zimt. Ich liebe Zimt. Ich nutze das Gewürz so oft es mir nur möglich ist, auch außerhalb der Weihnachtszeit. Beispielsweise meine Haferflocken kann ich mir ohne Zimt gar nicht mehr vorstellen.
Ich saß nun auf meiner  Couch und überlegte, was ich denn feines zubereiten könnte. Definitiv muss Zimt herein! Aber was mache ich mit Zimt? Apfel passt immer gut dazu. Soweit schon einmal ganz gut. Während ich weiterhin überlegte, fiel mir die weiße Rose auf meinem Couchtisch ins Auge. Rosen haben so eine wunderschöne Form. Die Blütenblätter tanzen förmlich um ihre Blüte herum. Gleichzeitig bieten Sie der Blüte einen Schutz. 
Inspiriert von dieser weißen Rose, fing ich also an zu backen :)  

Zutaten für etwa 12 Rosen:
* 275g Mehl (zzgl. Mehl für die Arbeitsfläche)
*275g Butter
* 125ml kaltes Wasser
* 2 Eigelb
* 1 Prise Salz
* 1 Apfel
* 75g gemahlene Mandeln
* 50g Rohrzucker
*1 EL Zimt
*1 EL Milch

Zubereitung:
Zuerst 250g Mehl in eine Schüssel sieben. 25g von der Butter zerlassen und anschließend vorsichtig zu dem gesiebten Mehl gießen. Nun vorsichtig mit den Händen die beiden Zutaten verkneten. Das Salz und 1 Eigelb hinzufügen und unter schrittweise Hinzugabe des Wassers zu einem glatten Teig verkneten. Anschließend in Frischhaltefolie gewickelt für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Zwischenzeitlich die restliche (kalte!) Butter in kleinere Würfel schneiden und mit dem restlichen Mehl bestäuben. Beides gut verkneten und vorsichtig mit einem Nudelholz rechteckig ausrollen. Es benötigt ein wenig Übung, aber der Dreh ist schnell raus. Etwas Frischhaltefolie zurecht schneiden und über die ausgerollte Butter legen. Nun vorsichtig umdrehen und die andere Seite ebenfalls mit Frischhaltefolie abdecken. Ebenso für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
Die Arbeitsfläche bemehlen und den Teig zu einem Rechteck darauf ausrollen. Das Rechteck sollte ungefähr die doppelte Größe des Butter-Rechteckes aufweisen. Jetzt die ausgerollte Butter auf eine Hälfte des Teiges legen. Die andere Hälfte des Teiges darüber klappen. Die Ränder des Teiges vorsichtig andrücken und erneut mit dem Nudelholz zu einem Rechteck ausrollen. Jeweils von unten und oben etwa 1/3 des Teiges zur Mitte überklappen, im Anschluss wiederholt zu einem Rechteck ausrollen. Noch einmal 1/3 des Teiges von oben und Unten zur Mitte klappen und nochmals für 30 Minuten kühl stellen. 
Den Blätterteig mit wenig Mehl ausrollen, erneut zur Mitte hin falten (selber Vorgang wie zuvor) und für weitere 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Diesen Vorgang, auch bekannt als Tourieren, insgesamt etwa 5 mal Ausführen. Erst dann kann der Blätterteig weiter verarbeitet werden.
Backofen auf 200 °C vorheizen (Ober- & Unterhitze).   
Den fertigen Blätterteig rechteckig ausrollen. Die Mandeln mit Zimt und dem Rohrzucker vermengen sowie über den Blätterteig streuen. Den Apfel entkernen, nicht schälen und in hauchdünne Scheiben hobeln. Die Scheiben vertikal (spaltenartig) untereinander auf den Blätterteig legen. Zwischen den Spalten den Teig schneiden und jeweils eine Apfel-Teig-Spalte zu einem Röschen zusammenrollen. 1 Eigelb mit der Milch verrühren und die Röschen damit bepinseln. Für ungefähr 15-20 Minuten goldgelb backen.   
Sobald der Ofen geöffnet wird, verbreitet sich ein unbeschreiblich leckerer Duft von Apfel, Nüssen und Zimt im Raum. Ich esse ja am liebsten Gebäck, wenn es noch warm ist, darum musste ich gleich zugreifen. Ist das bei euch auch so?
Einen Blätterteig selbst zu machen, benötigt viel Zeit. Wirklich viel Zeit. Wenn dafür keine Zeit sein sollte, oder auch einfach mal keine Lust, kann man natürlich auf fertigen Blätterteig zurück greifen. Diesen findet man auch inzwischen in jedem Supermarkt im Kühlregal. Einfach den fertigen Teig ausrollen und das Rezept ab dem Schritt mit der Nuss-Zucker-Zimt-Mischung beginnen. 
hmm... diese Apfel-Zimt-Rosen sind einfach nur köstlich und haben ein großes Suchtpotential. Wer hat denn nun Appetit bekommen und wem darf ich eine Rose schenken? Ich versichere auch, dass meine Rosen garantiert keine Dornen haben :)
Hiermit verabschiede ich mich ins Wochenende. Genießt die freien Tage und macht das Beste draus, auch wenn das Wetter nicht mitspielen sollte. Ein wunderschönes Wochenende euch allen :)
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